Hämatologie
Ob es sich bei der Ursache des jeweiligen Problems um eine akute Erkrankung, ein chronisches Leiden oder eine allgemeine Leistungsschwäche handelt, lässt sich meistens durch die Untersuchung von Blut-, Kot-, Liquor-, und Synovialproben, Trachealsekret oder Biopsien verschiedener Organe, feststellen.

Blutbild
Verschiebungen in der Anzahl der verschiedenen weißen Blutkörperchen sind häufig erste Hinweise auf eine Entzündungsreaktion. Ob die Ursache eine bakterielle oder virale Infektion, Endoparasiten oder eine Überfunktion des Immunsystems ist, lässt sich durch weiterführende Untersuchungen und anhand der klinischen Symptome feststellen.
Blutparasiten
Während Borreliose und Leptospirose durch Zecken bzw. Mäuse übertragen werden und schon lange zu den bekannten Erkrankungen in Deutschland gehören, die durch Protozoen (Einzeller) entstehen, gewinnen auch in der Pferdemedizin aus dem Mittelmeerraum eingeschleppte Erkrankungen, wie Babesiose oder Anaplasmose, immer mehr Bedeutung. Mittels Direktnachweis, Serumpaaren oder PCR lassen sich diese als Ursache für schwere Anämien nachweisen.
Spurenelemente
Die Spurenelemente Selen, Kupfer, Eisen und Zink sind immens wichtig. Eine Unterversorgung kann zu starken Leistungseinbrüchen oder Hautproblemen führen. Bayern ist ein Selen- und Kupfermangelgebiet- ohne Mineralfutter kommt es deshalb oft zur Unterversorgung. Pferde mit Sommerekzem leiden aufgrund der hohen Reparaturrate der Haut oft unter Zink- und Biotinmangel.
Ein Mangel lässt sich leicht anhand eines Blutbilds feststellen, da es für jedes Spurenelement feste Referenzwerte gibt.
Allergien
Beim Pferd gibt es vier auslösende Hauptfaktoren für Allergien: Milben/Schimmelpilze, Bäume, Gräser/Kräuter und Insekten. Ein Einzelallergennachweis macht es möglich, die allergieauslösenden Antigene zu finden und eine spezifische Hyposensibilisierungslösung herzustellen. Auch zusätzliche Maßnahmen, wie Haltungs- und Futteranpassungen, können so gezielt angewandt werden.
