Erst Ende der 80er in die Pferdemedizin eingeführt befindet sich die Ultraschalldiagnostik seit Jahren auf dem Vormarsch. Während zu Anfang fast ausschließlich Uterus und Ovarien geschallt wurden, untersuchen wir heute dank qualitativ hochwertiger Geräte praktisch jedes Organ auch per Ultraschall.
Die Ultraschalldiagnostik ist eine Technologie mittels Schallwellen, ähnlich dem Echolot in der Fischerei zum Aufspüren von Fischschwärmen. Der Schallkopf sendet Schallwellen aus. Treffen diese auf eine Struktur, welche die Schallwellen reflektiert, werden sie als Echo vom Schallkopf aufgenommen und stellen sich als weiße/graue Struktur auf dem Bildschirm dar! Da Flüssigkeiten kein Echo reflektieren werden diese als schwarze/dunkle Areale am Bildschirm dargestellt.
In der Orthopädie werden per Ultraschall Sehnen, Gelenke und Bänder untersucht. Der Ultraschall verschafft einen Überblick über den inneren Zustand der untersuchten Struktur. Hierbei können allerlei pathogene Veränderungen dargestellt werden. Man beurteilen zum Beispiel die Gleichmäßigkeit von Struktur und Farbe, Auffaserungen, Flüssigkeitseinschlüsse und die Beweglichkeit der einzelnen Sehnen zueinander.
Mittels Injektionen unter Ultraschallkontrolle ist es möglich gezielt Medikamente direkt in den geschädigten Bereich zu spritzen und so eine maximale lokale Wirkung zu erzielen. Ohne das es zu einer systemischen Wirkung kommt!
